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Burg Rötteln
Imposante Anlage im äussersten Südwesten
Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Programm zum Themenjahr 2025Macht und Widerstand

Das Themenjahr 2025 zeigt das Ringen um Freiheit und Gerechtigkeit auf. Vor 500 Jahren erhob sich der „gemeine Mann“ im sogenannten Bauernkrieg. Für Jahrhunderte gab es immer wieder Konflikte gegen die Herrschenden – Spuren davon sind in den Monumenten zu sehen, so auch auf der Burg Rötteln.

Burg Rötteln, Blick auf die Anlage mit zwei Türmen

Im Bauernkrieg besetzt

Burg Rötteln, die größte erhaltene Burgruine am Oberrhein, vermittelt noch heute einen Eindruck von ihrer einstigen Bedeutung. Über Jahrhunderte war sie Sitz der Herren von Rötteln und später der Markgrafen von Hachberg-Sausenberg und Baden – diese Fürsten waren wichtige Machtfaktoren im heutigen Dreiländereck. Die wehrhafte Burg blieb von den Turbulenzen des Bauernkriegs 1525 nicht verschont. Obwohl der Markgraf Verstärkung aus Basel anforderte, besetzten die aufständischen Bauern die Burg. Nach ihrer Niederlage wurden dort Hinrichtungen vollstreckt.

Burg Rötteln, gemalte Burgruine in Winterlandschaft

Burg Rötteln im 19. Jahrhundert – zwischen Ruinenromantik und Patriotismus.

Patriotischer Versammlungsort

Rund 300 Jahre später wurde die Burgruine zu einem Versammlungsort ganz anderer Art. Denn Rötteln blieb – trotz ihrer Zerstörung im 17. Jahrhundert – ein Ort mit starker Symbolik: Parallel zum Hambacher Fest, einer groß angelegten politischen Kundgebung für Freiheit und Demokratie, versammelten sich am 28. Mai 1832 auch in der Burg Rötteln Bürger, um für nationale Einheit und freiheitliche Grundrechte einzutreten. Damit stemmten sie sich gegen die restaurative, auf die Wiederherstellung alter Machtverhältnisse gerichtete Politik der Zeit – ein Widerstand, der schließlich in der Revolution von 1848/49 mündete.

Motiv der Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Themenjahr 2025Macht und Widerstand

Vor 500 Jahren erhob sich der „gemeine Mann“ im sogenannten Bauernkrieg gegen die Obrigkeit. Für Jahrhunderte gab es immer wieder Konflikte gegen die Herrschenden – die Spuren davon sind bis heute in den Monumenten zu sehen. Das Themenjahr 2025 zeigt das Ringen um Freiheit und Gerechtigkeit auf.

Themenjahr 2025 - Macht und Widerstand